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Zum TAZ-Artikel "Tempel der Hoffnung" |
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http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/tempel-der-hoffnung/
Sehr geehrter Herr Villinger,
wir haben gern den Artikel "Tempel der Hoffnung" in der taz vom 03.02.2010 gelesen. Jedoch ist in einem Punkt zum Ideenaufruf ein falsche Aussage getroffen worden, nämlich dass "der Ideenaufruf frustriert aufgab". Das ist so nicht richtig: Im Gegenteil: bereits am 22. April wird es eine weitere Veranstaltung zum Raw-Gelände geben, auf der die Ergebnisse der Bürgerinformationsveranstaltung des letzten Jahres vorgestellt werden. Zudem sind wir weder frustriert noch gibt es Grund aufzugeben, denn durchaus sehen wir Fortschritte bei der Anerkennung von Prozessen der Stadtentwicklung von unten, bei denen vor allem die lokalen sozialen und ökonomischen Potenziale eine stärkere Gewichtung gegenüber spekulativen Finanzinvestitionen erhalten. Das der RAW-tempel als Begründer dieser jetzt selbst vom Eigentümer bevorzugten Entwicklung mit vor den größten Schwierigkeiten steht, seine sozio-kulturelle Entwicklung langfristig gesichert fortzusetzen ist daher umso mehr unverständlich. Der Ideenaufruf wird sich weiterhin für die Gesamtgeländeentwicklung interessieren und diese kritisch dahin gehen begleiten, wie die sozialen, kulturellen, ökologischen und ökonomischen Belange der in dieser Hinsicht benachteiligten und um das Gelände herum lebenden Menschen eine relevante langfristige Bedeutung neben den privaten Entwicklungsinteressen erhalten. Nicht weniger - und hier sprechen wir im generellen Kontext von Stadtentwicklung - als die demokratischen Ansprüche des Grundgesetzes sollen dadurch eingefordert werden, die wir durch die teilweise starke Dominanz von finanz-kapitalistischen Privatinteressen auf politische Prozesse der Entscheidungsfindung in Gefahr sehen. Das Stadtentwicklung sehr viel stärker im Sinne der jeweils konkret Betroffenen und lokal Handelnden ablaufen, und gleichwohl neben sozialen auch ökonomische nachhaltige Entwicklung befördert, kann teilweise bei der Raw-Geländeentwicklung nachgewiesen werden. Dazu trugen neben den NutzerInnen gerade auch die lokale Politik und Verwaltung mit klaren Positionen bei wie auch in Teilen die Eigentümergruppen, die seit 1998 den NutzerInnen reale Chancen unabhängig von maximalen Gewinnerwartungen auch für soziale Unternehmungen einräumten.
Wir möchten Sie bitten, unser Schreiben als Richtigstellung zu veröffentlichen, was wir jedoch keineswegs als grundsätzliche Kritik an Ihrem Artikel verstehen, da sie sich im konkreten Fall auf eine Aussage einer GeländenutzerIn stützten.
Mit freundlichen Grüßen
Ideenaufruf
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